Ein technischer Blick auf ‚Loop Components‘

Microsoft hat begonnen, Loop Components auszurollen. Loop wird der nächste Geniestreich aus Redmond im Bezug auf Office 365 sein. In diesem Artikel werfe ich einen Blick hinter dir Kulissen und zeige, wie Loop aus technischer Sicht funktioniert.

Alle Angaben in diesem Artikel können sich aktuell täglich ändern, da Loop sich noch in der Entwicklung befindet.

In einem vorigen Post hat Sabrina already schon über Loop Components in Teams aus Endbenutzersicht geschrieben. Alle Funktionen sind für Benutzer schon ziemlich cool. Aber was passiert hinter den Kulissen? Wie hat Microsoft das implementiert? [aktuell kann ich nur über die Loop Components schreiben, da es Stand jetzt nur diese gibt. Weitere Loop Features werden folgen].

Loop setzt auf das Microsoft Fluid Framework. Diese Info hat Microsoft bereits im Ignite Blog preisgegeben. Sind die Components ausgerollt, dann sieht das im Teams Chat so aus:

Hier wählt man die Komponente aus, die benötit wird:

  • Aufzähling
  • Checkliste
  • nummerierte Liste
  • Paragraph
  • Tabelle
  • Aufgabenliste

Nach der Auswahl wird dann ein virtueller Arbeitsbereich erstellt und die Benutzer können in Echtzeit gleichzeitig daran arbeiten. Wirklich Echtzeit! Kein Witz!

Dieser virtuelle Arbeitsbereich erstellt ein sogenanntes fluid file, das automatisch mit den Chatmitgliedern geteilt wird. Es liegt im OneDrive for Business des Erstellers im Ordner Microsoft Teams Chat Files. Das ist gleichzeitig gut und leider auch schlecht.

Die schlechten Neuigkeiten:

  • was passiert, wenn ein Benutzer seinen Ordner „Teams Chat files“ aufräumt oder leert?
  • Falls eine restriktive Sharing Policy für OneDrive existiert, dann kann man Loop Komponenten nicht mit Externen teilen. Sie müssen sich immer direkt in dem Tenant einwählen (siehe unten).

Die guten Neuigkeiten

  • Es gibt keine versteckte Technologie (wie zB bei Planner). Einfach nur OneDrive Dateien.
  • Ein Unternehmen kann die Daten (z.B. aus rechtlichen Gründen) in einem Backup aufnehmen
  • man kann theoretisch ganz einfach anderen Personen Zugriff geben – in dem man neue Personen zum Chat einlädt.

So sieht das am OneDrive aus:

Öffnet man eine Datei, dann hat man eine Fluid Page im Browser:

Natürlich synchronisiert der OneDrive Client auch diese Dateien auf die lokale Festplatte. Dre Blick in die Datei mit einem Texteditor offenbart nur einen Zeichenfriedhof, aber nichts „lesbares“. Macht aber nix.

Der Zugriff auf die Loop Dateien wird über OneDrive / SharePoint Technologie geregelt. Es gibt also einfache Möglichkeiten nachzuvollziehen, wer tatsächlich Zugriff hat:

Wird eine fluid Datei gelöscht, dann spuckt Teams Fehler aus. Das ist logisch, immerhin ist die Quelle ja nicht mehr vorhanden:

Aus der eingebetteten Komponente wird dann ein toter Link:

Hat man eine eher restriktive Sharing Policy, könnte das dazu führen, dass externe nicht in den Genuß von Loop Komponenten kommen. Der Button fehlt dann. Die folgenden Screenshots sind mit den gleichen Accounts, aber in 2 Tenants gemacht:

Tenantübergreifende Erfahrung:

Nach dem Wechsel in den anderen Tenant (über den Teams Tenant Switcher) mit dem selben Account:

Das bedeutet also: Innerhalb ein- und desseslben Tenants funktioniert Loop prima. es benötigt noch ein paar kleine Verbesserungen. Ganz speziell im Zusammenhang mit Gästen und Externen. Aber unterm Strich ist die Implementierung zum jetzigen Zeitpunkt okay.

Zusammenfassend ist die technische Implementierung okay, aber kein Wunder der Technik. Ich bin gespannt, welche Fehler die Benutzer berichten werden, sobald sie ihre OneDrives aufräumen 🙂 Die wenigsten werden wissen oder verstehen, was ein solches fluid File ist.

Published by Andreas

Gründer von M365 Evangelists Cloud-Architekt, Strategieberater, Consultant für Microsoft Technologien Graph API Enthusiast, PowerShell Enthusiast

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